Feb 14, 2024 | Unsere Recherchen

2030* RECHERCHIERT – SÄFTE
2030* recherchiert - Fruchtsäfte

Anscheinend lieben die Deutschen ihren Fruchtsaft! Apfel-, Orangen-, Ananas-, Maracuja-, Bananensaft und viele exotische Kombinationen gibt es reihenweise im Supermarkt! 🍎🍍🥝
Ist dir das noch nicht aufgefallen?! Na dann, schau mal bei deinem nächsten Einkauf mal nach.

Wir Kund*innen haben eine tolle Auswahl, nicht nur an Saftvariationen, sondern auch an unterschiedlichen Saft-Herstellern.

Nun haben wir uns die Entscheidungsgremien dieser Hersteller näher angeschaut. Wie viele Hersteller schätzen diverse Management-Teams und die Werte, Kompetenzen und Perspektiven von Frauen?

Dies ist Teil 7 unserer Supermarkt-Recherche, bei der wir nach und nach alle Regale im Supermarkt durchkämmen und uns die Hersteller genauer ansehen.

Wir haben 58 (!) Fruchtsaft-Marken recherchiert und in der Geschäftsführung nachgeschaut.
Die Ergebnisse sind einfach erschreckend!

• 58 Fruchtsaft-Hersteller
• 8 davon haben mindestens eine Frau in der Geschäftsführung – 14%
• 50 davon haben 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗲𝗶𝗻𝘇𝗶𝗴𝗲 𝗙𝗿𝗮𝘂 𝗶𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗚𝗲𝘀𝗰𝗵𝗮̈𝗳𝘁𝘀𝗳𝘂̈𝗵𝗿𝘂𝗻𝗴 – 𝟴𝟲%

Echt jetzt?!

Hier sind die 8 Unternehmen, die wir entdeckt haben, und der entsprechende Anteil von Frauen in der Geschäftsleitung:
✨ Gebr. Bertrams GmbH & Co. KG – 𝟭𝟬𝟬%
✨ Boller Fruchtsäfte Stolz OHG – 𝟲𝟳%
✨ Bad Hönninger Fruchtsäfte und Weine GmbH – 𝟱𝟬%
✨ Mainfrucht Verwaltungs-GmbH – 𝟱𝟬%
✨ Lagenser Fruchtsäfte Koch Getränke GmbH – 𝟱𝟬%
✨ Lütauer Süßmosterei GmbH – 𝟱𝟬%
✨ STUTE Nahrungsmittelwerke GmbH & Co. KG – 𝟱𝟬%
✨ Eckes-Granini Deutschland – 𝟮𝟱%   (Eckes-Granini Group GmbH – 0%)

Was fällt euch auf? Diese Firmen sind meist lokale Familienunternehmen und liefern regionalweit. Viele davon sind Bio-Hersteller und legen Wert auf Nachhaltigkeit und Regionalität.

Du fragst dich: Was ist aber mit meiner Lieblingsmarke? Was ist mit den großen bekannten Fruchtsaftmarken? Haben sie wirklich alle keine Frauen in der Geschäftsleitung?

Leider ja! Hohes C, Rapps, Beckers Bester, Heil, Pfanner, Rauch, Wesergold, Valensina, Amecke, Albi, Jacoby, Rotbäckchen, Bauer, Voelkel… alle haben keine Frauen in der Geschäftsleitung.
(Falls wir uns verguckt haben, korrigieren wir uns gerne.)

In vielen Fällen ist es verständlich. Das sind Familienunternehmen und der Sohn/die Söhne haben das Geschäft übernommen und weitergeführt.
Aber unter diesen Herstellern gibt es jede Menge Firmen, die im Laufe der Jahre externe Geschäftsführer reingeholt haben. Teilweise gibt es Geschäftsführungen mit 5 Personen – allesamt Männer.

Es fehlen Frauen in Entscheidungspositionen in der Branche als Ganzes und das ist traurig und nicht mehr zeitgemäß.

𝗢𝗱𝗲𝗿 𝘄𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗲𝗵𝘁 𝗜𝗵𝗿 𝗱𝗮𝘀?!

Ein Riesendank an Sophie Descollaz für ihre großartige Hilfe und Unterstützung bei der Recherchearbeit. Es ist VIEL Arbeit und ohne die Hilfe unserer Community-Mitglieder wie Sophie wäre es kaum zu schaffen.

LINKEDIN POST zu der Recherche

#fraueninführung #unternehmerinnen #diversitymatters #frauenmitgeführt #supportingwomeninbusiness

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Autor*in

Fiona Ruff

Fiona Ruff

Co-Founder 2030*

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